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3 Mythen über Katzen

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Im heutigen Blogpost möchte ich die gängigsten und hartnäckigsten Mythen über Katzen behandeln und aufzeigen, ob ein Stückchen Wahrheit in diesen liegt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und freue mich auf dein konstruktives Feedback!

Katzen sind Einzelgänger.

Lieber gemeinsam statt einsam

Lieber gemeinsam statt einsam.

Das ist wohl der gängigste Mythos unter KatzenbesitzerInnen. Leider denken immer noch viele, dass Katzen am liebsten und besten alleine leben. Vermutlich deshalb, weil man Katzen oft alleine herumstreunen sah. Die Ansicht. dass Katzen Einzelgänger sind, ist allerdings grundlegend falsch. Katzen sind sehr soziale Wesen, die die Anwesenheit von anderen Katzen sehr schätzen. Katzen sind bekannt dafür, dass sie ausgesprochene Individualisten sind, daher gibt es auch hier Ausnahme. Hier sollte aber auch die Herkunft und frühere Erlebnisse mit anderen, vielleicht aggressiven Katzen, unter schlechter Haltung in Betracht gezogen werden. Bekannte (Katzen-) Verhaltensforscher, wie Paul Leyhausen oder Dennis C. Turner, konnten beobachten, dass Katzen durchaus soziale Strukturen aufbauen können.

Es gibt verschiedene Arten von Zusammenschlüssen bei Katzen, die immer noch erforscht werden:

  • Weibliche verwandte und unkastrierte Katzen schließen sich oft zu einer Gruppe zusammen. Diese versorgen gemeinsam ihre Katzenwelpen und verteidigen ihr Revier gegenüber Feinden. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Katzen alleine jagen und nie, wie in einem Löwenrudel, zusammen.
  • Intakte Kater schließen sich oftmals zu Katergemeinschaften, die Leyhausen „Bruderschaft“ nennt, zusammen. Seinen Beobachtungen nach trifft bei intakten Kater, die in dieser eher lockere Gemeinschaft leben, eine absolute Rangordnung (also z.B. Alphakatze, Betakatze, Gammakatze, etc.) hinzu. Andere Forscher wiederum meinen, dass hier eine relative Rangordnung (situationsabhängig) zu beobachten ist.
  • Kastrierte Kater sind sehr sozialfähig. Sie bilden oftmals sehr innige und vertraute Freundschaften zu anderen Katzen. Die Sozialstrukturen bei kastrierten Katzen und Kater ist, wie alle anderen Strukturen, sehr komplex. Hier sei allerdings auch gesagt, dass es über das Sozialverhalten von Kastraten noch nicht viele Studien gibt.

Katzen sind also Einzeljäger, aber keinesfalls Einzelgänger. Übrigens kann ein Hund oder ein anderes nicht kätzisches Haustier kein adäquater Sozialpartner sein. Du solltest daher auf keinen Fall glauben, dass (d)ein Hund eine zweite Katze ersetzen kann, denn diese kommunizieren auf eine ganz andere Weise. Katzen brauchen unbedingt einen kätzischen Freund, der ungefähr im selben Alter ist, einen ähnlichen Charakter und das selbe Geschlecht hat. Allerdings muss hier immer auf das Individuum geachtet werden. Ich helfe Dir hier gerne, die passende Katze zu finden.

Weibliche Katzen werden immer sterilisiert.

Ein sehr hartnäckiger Mythos, den viele KatzenbesiterInnen glauben. Ich möchte an dieser Stelle übrigens nochmals darauf aufmerksam machen, dass in Österreich eine Kastrationspflicht besteht. Also rette Leben, indem du deine Katze kastrierst!

Das Kastrieren und Sterilisieren der Katze:

  • Beim Kastrieren werden die Hoden des Katers oder die Eierstöcke der Kätzin ( + wenn möglich die Gebärmutter im Ganzen) entnommen. Bei Kater ist dies in der Regel ein kleinerer Eingriff, bei Kätzinnen hingegen ist es eine größere Operation, da der Bauchraum geöffnet werden muss. Dieser Vorgang beeinflusst den Hormonhaushalt der Katzen. Die Hauptbeschäftigung der Katzen liegt nach dem Eingriff nicht mehr darin, Partner für die Fortpflanzung zu suchen oder im sehr großen Revier herumzustreifen und dieses zu verteidigen. Somit liegt nahe, dass kastrierte Kater und Kätzinnen im ungesicherten Freigang eine höhere Lebenserwartung haben als unkastrierte Katzen.
  • Beim sogenannten Sterilisieren der Katze werden die Samenleiter und Eileiter nur durchtrennt. Dadurch kann sich die Katze zwar nicht mehr fortpflanzen, aber es ändert nicht den Hormonhaushalt der Katze. Sterilisierte Kater werden immer noch große Distanzen zurücklegen, um eine Partnerin zu finden, gegebenenfalls wild mit anderen Kater (wegen des Reviers oder weibliche Katzen) kämpfen und mit Harn markieren. Sterilisierte Kätzinnen können zudem immer noch rollig werden. Sterilisierte Katzen sind also den selben Stress und Gefahren ausgesetzt wie intakte Kater und Kätzinnen, mit dem Unterschied, dass diese voraussichtlich keinen Nachwuchs erzeugen können. Warum voraussichtlich? Leider kommt es immer wieder vor, dass die Samenleiter und Eileiter wieder zusammenwachsen.

In welchem Alter die Kastration bei Katzen am sinnvollsten ist, wird immer noch heftig diskutiert. Viele Tierschutzorganisationen lassen schon im Alter von 10 Wochen Katzen kastrieren, um das Risiko, dass die zukünftigen Katzeneltern diesen Eingriff versäumen, entgegenzuwirken. Laut einer  Studie von 2014 hat der Eingriff in diesem Alter keine Auswirkungen im späteren Leben der Katze. Hier sei aber wieder gesagt, dass es dazu sehr wenige Studien gibt und somit „Neuland“ für die (Hauskatzen-) Wissenschaft ist. Grundsätzlich werden Kater wie Kätzinnen vor der eintretenden Pubertät kastriert, dabei ändert sich das Verhalten der Katzen nicht, da die Katze in diesem Alter noch kein ausgeprägtes Sexualverhalten entwickelt hat.

Das Schnurren einer Katze bedeutet, dass es ihr gut geht.

Das Schnurren der Katze lässt viele Fragen bei WissenschaftlerInnen offen. Es ist immer noch nicht gänzlich geklärt wie das Schnurren der Katze entsteht. Was allerdings bestätigt wurde, dass das Schnurren einer Katze einen positiven Effekt auf die Katze selbst, sowie auf andere Tiere und den Menschen hat. Vermutlich wird deshalb von einigen KatzenbesitzerInnen geglaubt, dass die Katze ausschließlich schnurrt, wenn sie sich wohl fühlt.

Eine schnurrende Katze bedeutet allerdings nicht immer, dass sie glücklich ist. Das Schnurren einer Katze kann nämlich mehrere Bedeutungen haben. Eine kranke Katze schnurrt zum Beispiel, um sich selbst zu heilen. Die Vibration des Tones soll Knochen, Bänder und Muskeln stärken. Allerdings bedeutet das nicht, dass man eine kranke Katze sich selbst überlassen soll. Wenn sich eine Katze anders als sonst verhält, sollte unbedingt ein Tierarztbesuch in Erwägung gezogen werden. Katzen sind wahre Meister Schmerzen zu verbergen. Auch eine Katze, die akuten Stress hat oder ängstlich ist schnurrt. Schnurren hat eine beruhigende Wirkung auf die Katze selbst und hilft ihr dabei verschiedene Barrieren in ihrem Leben zu bewältigen. Schließlich schnurrt eine Katze natürlich auch, wenn sie sich momentan wohl fühlt, zum Beispiel während sie mit dir innig kuscheln darf. Das Schnurren der Katze hat auch eine mitreißende Funktion für ihre MItkatzen. Andere Katzen werden also mit dem Schnurren sozusagen angesteckt.

Übrigens haben die Schnurrhaare der Katzen nichts mit dem eigentlichen Schnurren der Katze zu tun 😺. Ein weiterer sehr interessanter Aspekt ist außerdem, dass die Hauskatze während des Ein- und Ausatmens schnurren kann. Löwen hingegen können nur während des Ausatmens schnurren und der Schnurrton hört sich zudem etwas dumpf an.

Da eben dieser schöne Klang auch positive Auswirkungen auf den Menschen hat, möchte ich euch Alexis Schnurren nicht vorenthalten. Einfach auf play drücken, Lautstärke aufs Maximum drehen und genießen 🥰.