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Tipps zur Zusammenführung von Katzen 🐈

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Katzenzusammenführung

Eine erfolgreiche Katzenzusammenführung ist das A und O für einen glücklichen Mehrkatzenhaushalt. Katzen sind zwar Einzeljäger, aber auf keinen Fall Einzelgänger und genießen es einen oder mehrere kätzischen Freunde zu haben. Dennoch treten immer wieder Probleme auf, wenn eine neue Katze einzieht. Daher möchte ich dir in diesem Blog die wichtigsten Punkte nennen, damit eine Zusammenführung auch wirklich gelingt. Da auch ich vor kurzem meine eigene Katzenzusammenführung gemacht habe, möchte ich dir meine Tipps und Überlegungen mitteilen.Dieser Artikel ist nur eine Empfehlung und soll dir zeigen, worauf du achten solltest. Es ist keine feste Vorgabe oder Pauschallösung und daher möchte ich auch erwähnen, dass es in jedem Fall sinnvoll ist, sich professionelle Hilfe zu holen. Katzenzusammenführungen sind oft sehr langwierig und anstrengend, ein/e Katzenverhaltensberater/in wird sie mit besten Wissen unterstützen, sodass einem harmonischen Mehrkatzenhaushalt nichts mehr im Wege steht.


Jede Zusammenführung sollte sehr gut strukturiert und geplant werden, aus diesem Grund ist auch ein/e Katzenverhaltensberater/in zu empfehlen. Diese/r hilft ihnen dabei, die passende Katze zu finden, begleitet die Zusammenführung und wird dir auch in Zukunft bei etwaigen auftretenden Problemen helfen.

Plane vorab gut:

Es sollte nie spontan eine Katze mit nach Hause genommen werden, „nur“ weil diese süß schaut. Alle Katzen sind zuckersüße Wesen, und schon allein aus Respekt und Liebe zu der bestehenden Katze, sollte niemals, wirklich nie, einfach so unüberlegt ein weiteres Katzenkind einziehen. Es sollte immer eine geplante Zusammenführung erfolgen, denn: Es ist ein enormer Vorteil, wenn der erste Eindruck aus Katzensicht positiv erfolgt. Wenn das erste Zusammentreffen der Katzen durchzogen von Nervosität, kontinuierliche Angriffe, Stress und/oder Wut ist, kann das weitere Zusammenleben schwierig werden.

Ganz kurz zum Thema Aggression: Aus biologischer Sicht, ist es erstmals völlig normal, wenn die Katze Drohverhalten, Verteidigungsverhalten oder Angriffsverhalten, also zum Beispiel: Fauchen, Knurren, angelegte Ohren, etc., zeigt. Denn schließlich ist ein/e Fremde/r im Territorium der Katze. Resultierend ergibt sich daraus, dass du die Vergesellschaftung wirklich planen musst.

Du darfst auf keinen Fall einfach so das neue Kätzchen deinem vorhandenen Haustiger vorsetzen. Dazu ein kurzes Beispiel: Du hast eine Mietwohnung und wohnst seit längere Zeit in dieser. Plötzlich klingelt dein Vermieter an der Tür, ganz ohne Vorwarnung, und teilt dir mit, dass ab nun ein für dich fremder Mensch einzieht. Nehmen wir an, du kannst nichts dagegen tun und musst ab diesem Zeitpunkt mit einem völlig unbekannten Menschen zusammenleben und dir deine Wohnung teilen. Nicht schön, oder? Und genau aus diesem Grund solltest du dasselbe nicht mit deinen Katzen machen. Deine Katzen brauchen Zeit, um sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Beachtest du das und viele weitere Aspekt steht einer erfolgreichen Zusammenführung eigentlich nichts mehr im Wege ;-).

Da der genaue Ablauf einer Zusammenführung hier den Rahmen sprengen würde, möchte ich nur sehr kurz darauf eingehen, ein/e Katzenverhaltensberater/in arbeitet den richtigen Ablauf einer Vergesellschaftung mit dir durch. Was du aber auf alle Fälle machen kannst ist, dass du an einer Gittertür, die du besorgst oder selbst baust, trainierst und vergesellschaftest. Nur durch diese Gittertür dürfen sich deine Katzen während der Zusammenführung für ein paar Minuten unter Aufsicht sehen. Die Zeit spielt hier eine wichtige Rolle. Du solltest daher immer kleinschnittig vorgehen und sehr langsam die  „Zeit an der Gittertür“ aufstocken, da du sonst deine Katzen überforderst, und das natürlich Stress an beiden Seiten bedeutet. Zusätzlich solltest du in beiden/den jeweiligen Räumen für Versteck- und Sichtschutzmöglichkeiten sorgen. Ausgestellte Kartons, Yogakissen, Schlafkissen, Wäscheständer etc. So können sich deine Katzen zu jeder Zeit wieder zurückziehen und aus sicherer Position die andere Katze beobachten. Das waren jetzt nur ein paar Zeilen zum Programm einer Vergesellschaftung, natürlich muss man noch weitere Aspekte, wie Zeitpunkt, Ort & Raum, Verhalten des Menschen während der Zsmf., Verhalten gegenüber der vorhandenen/neu eingezogenen Katze, und mehr individuell (deshalb ist professionelle und persönliche Hilfe von Vorteil) beachten. Ich hoffe, dass du hierfür Verständnis hast.

Die zu integrierende Katze:

Die passende Katze für die bestehende Katze zu finden stellt viele KatzenbesiterInnen vor dem Kopf. Im Nachfolgenden findest du ein paar Tipps, die dich bei der Wahl der richtigen Katze unterstützen sollen (Achtung, eine Vergesellschaftung,sollte immer individuell betrachtet werden!). Ich schreibe es auch in diesem Beitrag, da ich dieses Thema einfach total wichtig finde. Katzen sind ausgesprochene Individualisten. Das muss auch unbedingt bei einer Katzenzusammenführung beachtet werden.

Welche Katze passt zu meiner?

Aus Katzenexperten-Sicht lässt sich aber sagen, dass die zu integrierende Katze circa im selben Alter sein sollte. Oft passiert es ja leider, dass zu einer älteren Katze eine ganz junge Katze gesetzt wird. Da sind Probleme allerdings vorprogrammiert.  Ein kurzes Beispiel, um das zu verdeutlichen: Du hast eine 7 jährige Katze und möchtest eine Babykatze dazu vergesellschaften. Möglicherweise ist deine Katze sehr verspielt, aktiv und neugierig. Ist sie es allerdings auch, wenn dein Kitten 5 Jahre alt ist? Mag sie mit 12 Jahren, wo sie unter Umständen Arthrose oder andere kleinere Wehwehchen hat, noch mit ihrer Partnerkatze wild spielen? Das wäre einerseits unfair gegenüber der etwas zur Ruhe gekommenen älteren Katze und anderseits gegenübender jüngeren Katze, die vielleicht noch etwas ausgelebter spielen möchte.

Auch das Geschlecht der Katzen im Mehrkatzenhaushalt spielt eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich ist auch hier zu meinen, dass die zu integrierende Katze das selbe Geschlecht wie deine Katze haben soll. Denn Kater und Kätzinnen haben ein ganz anderes Spielverhalten. Während Kater eher Raufspiele und Verfolgungsspiele präferieren, mögen Kätzinnen eher Spiele mit Objekten und ruhigeres Spiel mit dem jeweiligen Spielpartner. Natürlich kommt es hier auch ganz stark auf die Individualität der Katze an. Eine Katze, die viele männliche Geschwister hat, und einen ähnlichen Charakter, wie die bereits vorhandene Katze hat, kann durchaus zu einem ruhigeren Kater vermittelt werden. Hier sei aber wieder gesagt, dass das am besten mit einer Katzenexpertin abgesprochen werden sollte.

Und das allerwichtigste für eine erfolgreiche Vergesellschaftung ist natürlich ein ähnlicher Charakter. Ein ängstlicher Kater, sollte auf keinen Fall zu einer bestimmender Kätzin vermittelt werden. Auch bei einer Katzen ist die Sympathie äußerst wichtig. Dein Stubentiger findet vermutlich eher andere Katzen sympathisch, die ihm/ihr selbst ähnlich ist. Das kann bei Kitten zu Problemen führen, gerade dann, wenn sie älter werden und die Persönlichkeit ausgereift ist. Alle Katzenwelpen sind verspielt und daher ist es für zukünftige Katzenelter oft schwer zueinander passenden Katzenbabies auszusuchen. Nur wer Katzenwelpen oft besucht und lange bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern  (mindestens 12 Wochen) lässt, kann eher den jeweiligen Charakter der Katze zuordnen.

Sei geduldig und bleib optimistisch:

Geduld, Liebe und Toleranz und Motivation sind wohl einer der wichtigsten Dinge, die du beherrschen solltest. Katzen sind wahre Meister uns zu lesen und können jede kleinste Bewegung von uns deuten. Daher ist es besonders wichtig, dass du dir viel Zeit nimmst. Eine Vergesellschaftung funktioniert nicht von heute auf morgen. Es kann mehrer Wochen und Monate dauern, bis eine Zusammenführung endgültig abgeschlossen ist und das erfordert viel Durchhaltevermögen. Das bedeutet natürlich auch, dass du deinen Katzen ausreichen Zeit gibst, sich näher zu kommen.  Aus der Praxis kann ich bestätigen, dass es eher selten vorkommt, dass sich Katzen innerhalb von 24 Stunden lieben. Daher solltest du zu jedem Zeitpunkt optimistisch bleiben, denn auch das spüren deine Katzen. Dein Stress kann sich sehr negativ auf deine Katzen und das Verhältnis zueinander auswirken, daher solltest du dir viel Zeit für alle deine Katzen nehmen und auch mal selbst abschalten können. Mit viel Liebe, Geduld und Durchhaltevermögen (+ einem Katzenprofi) wird dir die Vergesellschaftung eher gelingen.


Ich hoffe, dass dir dieser Artikel gefallen hat und freue mich über jedes konstruktives Feedback!

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Anika, Alexis, Cassiel und Freddie Mercury 😺