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Trick: Teppich ausrollen

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Wie bringe ich meiner Katze das „Teppich ausrollen“ bei?

Hallo Katzenfreunde! Es gibt endlich mal wieder eine Trickerklärung für euch und zwar dieses Mal das Teppich ausrollen. Dieser kreative Trick ist für viele Katzen sehr anspruchsvoll, gestalte dein Training also kurz und wie immer positiv. #thinkpawsitive

Voraussetzung für diesen Trick: Clickererfahrene Katzen wird dieser Trick sicherlich einfacher fallen als Katzen, die ganz frisch im Clickertraining unterwegs sind. Übrigens ist es vom Vorteil, wenn deine Katze schon „Pfote geben“ oder das „Pfoten-Target“ kennt. Katzen, die schon Fummelbretter kennen, werden diesen Trick möglicherweise einen Ticken schneller lernen. Als Vorstufe und zur Abwechslung im Alltag kannst du deiner Katze vorher schon verschiedene Fummelbretter anbieten.

Alternativ zur Leckeren-Methode: Wenn deine Katze schon das Pfotentarget kennst, dann kannst du das Pfotentarget direkt auf der Teppichrolle platzieren, sodass deine Katze diese mit den Pfoten berührt. In weiteren Traininingssession kannst du das Target langsam abbauen und ein Handsignal einsetzen.

Schritt 1:

Diesen Schritt solltest du bereits vor dem Training machen, um für ein strukturiertes Training im Nachhinein zu sorgen. Nimm also ein kleines, aber festes Handtuch oder einen kleinen Teppich und lege ab der Hälfte in kleinen Abständen hochwertige Leckerlis auf den Teppich. Nun rollst du den Teppich, wie auf dem Bild, ganz fest zusammen, sodass sich dieser beim kleinsten Anstoß ausrollen lässt.

Schritt 2:

Um den Teppich vorab positiv zu konditionieren, solltest du auch das Sitzen auf den Teppich belohnen. Katzen lieben es ja, sich auf Dinge hinauszusetzen, daher wird dieser Schritt für die meisten Katze keine wirkliche Herausforderung darstellen.  Zusätzlich kannst du auch ein paar Leckerchen auf den Teppich verstreuen.

Schritt 3:

Um das Interesse deiner Katze zu wecken, legst du ein bis zwei Leckerlis direkt vor der „Rolle“. Deine Katze wird nun mit ziemlicher Sicherheit versuchen an die Belohnung ranzukommen. Bei diesem Schritt heißt es also abwarten und im richtigen Moment zu clicken. Denn wenn deine Katze mit ihrer Pfote versucht, das Leckerchen „hinauszufischen“, clickst du und gibst ihr zuerst ein Leckerli aus deiner anderen Hand. Je öfter du diesen Schritt wiederholst, desto schneller wird deine Katze lernen, dass das Berühren der Rolle belohnt wird und sich in dieser weitere Leckereien befinden.

Leider tendieren einige oftmals (unbewusst) dazu die Trickeinheiten zu lange zu halten. Am besten du stellst dir eine leisen Timer oder stoppst die Zeit. Und übrigens: Damit du deiner Katze verdeutlichst, dass das Ausrollen des Teppiches das erwünschte Verhalten ist, kannst du den Teppich auch vor ihr ausrollen. Viele Katzen versuchen in Folge dieses Ausrollen nachzuahmen!

Schritt 4:

Sobald deine Katze und du Schritt 3 gut einstudiert habt, kannst du die Hilfestellung, und zwar die Leckerchen in der Rolle mit jeder Trainingseinheit weiter abbauen. Einerseits, damit deine Katze nicht zu sehr leckerli-bezogen wird und andererseits, damit deine Trickkatze den Trick auch zeigt, wenn keine Leckerchen versteckt sind. Rolle hierfür den kleinen Teppich oder das Handtuch in den nächsten Trickeinheiten mit immer weniger werdenden versteckten Leckerlis ein.

Wichtig ist aber, dass deine Katze nach jedem erfolgreichen Verhalten weiterhin mit einem Leckerli belohnt wird! Denn ein Click allein ist keine Belohnung.

Schritt 5:

Dieser Trick ist für die etwas fortgeschrittenere Clickerkatzen-Teams empfehlbar. Wenn deine Katze schon einige Male den Teppich ausgerollt hat, kannst du ein verbales und/oder optisches Signal einführen. Als verbales Signal eignet sich zum Beispiel „Ausrollen“, „Roll‘“, oder andere kurze Wörter. Ein Handzeichen, könnte das Zeigen auf den Teppich/das Handtuch oder das einmalige (!) Tippen auf der Rolle sein.

Setze dir kleine Etappenziele und sei nicht enttäuscht, wenn deine Katze diesen Trick nicht auf Anhieb versteht. Gestalten dein Training so in kleinen Schritten, sodass dein Stubentiger versteht, was richtig ist. Sollte deine Katze einen dieser Schritte nicht verstehen, dann wiederhole einfach den vorigen Schritt.

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Viel Spaß und nicht vergessen: Always keep it pawsitive.

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